Der Gingganz

Morgenstern Texte vertont von Paul Gräner

Zum Stück

Witzig, doppelbödig, krass, clownesk, aber auch sehr ernsthaft

„Ich GING GANZ in Gedanken hin“ – die Zeile reicht einem genialen Dichter wie Morgenstern, um daraus ein absurdes Gedicht über einen Stiefel und seinen Knecht zu machen. Wenn ein solcher Text dann noch in die Hände eines Komponisten wie Paul Graener gerät, dann kann man sicher sein: Hier hat man es mit Kulturgenuss allererster Liga zu tun.

Die vollständige Beschreibung öffnet sich auf Wunsch.

Witzig, doppelbödig, krass, clownesk, aber auch sehr ernsthaft und mit wunderbarem Einfühlungsvermögen wurden hier Zeilen wie „Ein nervöser Mensch auf einer Wiese tut drum besser wieder aufzustehn/ Und dafür in andre Paradiese (beispielshalber: weg) zu gehen“ zu wunderbarer moderner Musik. Das ist das Gegenteil von Hape Kerkelings berühmtem „Hurz“ Konzert, aber mindestens genauso lustig. Wie viel Kunst in diesen lange vergessenen musikalischen Perlen zu entdecken ist, warum Graener in die Versenkung verschwand, erklären und kommentieren die Konzert-Pianistin ANNA MARIA HAAS und die Berliner Mezzosopranistin und Kabarettistin MARIANNE BLUM bei diesem Erzählkonzert. Dabei tauchen die beiden Damen in die (Un)tiefen deutscher Geschichte, erwecken die unnachahmliche Poesie Christian Morgensterns zum Leben und begeistern das Publikum mit den musikalischen Feinheiten der Graener'schen Kompositionen.

Dauer: ca. 2 x 45 Minuten mit Pause

Beteiligte Künstler

Marianne Blum

Gesang · Schauspiel· Leitung

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Anna Maria Haas

Klavier · Schauspiel

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Zwischen Humor, Musik und Geschichte

Auch „Der Gingganz“ folgt dem Ansatz, der alle Produktionen von SAM Entertainment verbindet: unterschiedliche Formen zu nutzen, um unsere Gegenwart erfahrbar zu machen.

Hier geschieht das über Literatur und Musik. Die Texte von Christian Morgenstern treffen auf die Kompositionen von Paul Graener – und eröffnen einen Raum, in dem sich Humor, Absurdität und historische Brüche begegnen.

Was auf den ersten Blick leicht wirkt, entfaltet dabei eine zweite Ebene: eine Auseinandersetzung mit Kunst, Zeitgeschichte und der Frage, warum manches verschwindet – und anderes bleibt.

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